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Campingausrüstung: Die Qual der Wahl (1)

Angefixt durch die Touren in 2014, bei denen ich noch mit Leihmaterial unterwegs war, musste für die kommende Saison eine eigene Ausrüstung her: Hauptsächlich fehlten mir noch Zelt und Schlafsack. Doch das Angebot ist groß, die Auswahl fällt entsprechend schwer.

Das Zelt.

Die Rahmenbedingungen.
Ich hatte im Wesentlichen 5 Bedingungen die der zukünftige Wetterschutz bieten sollte:

  • 2 Personenzelt
  • 2 wandig
  • ein vernünftiges Packmaß
  • nicht schwerer als 2kg
  • nicht teurer als 400 EUR

Ein 2 Personenzelt war für mich pflicht. Weniger um wirklich zu 2. in einem Zelt schlafen zu können, mehr um ausreichend Platz im Innenraum für Gepäck zu haben und sich ein wenig entfalten zu können.
Die doppelte Wand, also Innen- und Außenzelt waren mir ebenfalls wichtig: Aufgrund meiner Größe stosse ich gerne auch mal an die Zeltwand und so kann ich vermeiden, meinen Schlafsack nass zu machen, da sich das Kondenswasser zumeist an der inneren Seite der Außenwand sammelt. Zudem gewinne ich so weiteren, wettergeschützten Stauraum, da der Fußbodenbereich zwischen Innen- und Außenzelt ebenfalls genutzt werden kann.
Packmaß und Gewicht waren in sofern wichtig, als dass man seine Behausung auf Reisen ja auch irgendwie verstauen und vor allem auch tragen muss. Da sowohl Platz als auch Gewicht – man kommt in Summe sehr schnell über 12kg – ein Thema sind, waren hier 2kg die absolute Obergrenze für mich. Gemessen an den anderen Bedingungen aber ein fairer Kompromiß.
Sicher, entsprechendes Budget vorausgesetzt sind hier den Variationen kaum Grenzen gesetzt und man kann die 2kg dabei auch sicherlich noch unterbieten. Ich wollte es hier allerdings nicht übertreiben, denn auch wenn ich die Absicht habe die Ausrüstung in den kommenden Saisons verstärkt zu nutzen, ist es letztlich doch eine Frage von Preis/Leistung. Und hier kann ich mir vorstellen mit den oben genannten Bedingungen die nächsten Jahre gut über die Runden zu kommen.

Die Auswahl.
Mit diesen Rahmenparametern stellt man dann auch sehr schnell fest, dass die Auswahl dann plötzlich doch gar nicht so groß ist.
In den Fokus gerückt sind damit 2 Zelte: Das MSR Hubba Hubba und das Exped Mira II.

Die Entscheidung.
Zwar liest man in vielen Foren nur gutes über das MSR, letztlich entschieden habe ich mich für das Exped Mira II. Zum einen bin ich mit meiner Isoluftmatratze des selben Herstellers extrem zufrieden, zum anderen wirken die Produkte extrem durchdacht und machen hinsichtlich der Qualität einen sehr guten Eindruck auf mich.
Zudem hat man bei diesem Modell die Möglichkeit entweder nur das Innenzelt aufzubauen, welches zu einem Großteil aus durchsichtigem Meshgewebe besteht. In warmen Sommernächten hat man so einen Insektenschutz und trotzdem noch mehr das Gefühl draußen zu schlafen. Oder man kann, in Verbindung mit einem Footprint, nur das Außenzelt aufbauen, so dass man ein leichteres, einwandiges Shelter erhält.
Zwar hat dieses Zelt in diversen Windtests nicht so gut abgeschnitten (bei Windgeschwindigkeiten ab 80km/h wird es instabil) – aber unter diesen Vorraussetzungen habe ich ohnehin nicht vor campen zu gehen. Und 80km/h Wind müssen es erstmal werden!

Der erste Eindruck.
Als das Zelt ankam waren die Erwartungen hoch und wurden auch nicht enttäuscht: Ein Testaufbau im Wohnzimmer verlief ohne großartige Komplikationen und die vielen kleinen verarbeiteten Details bestätigten den Eindruck hinsichtlich der guten Qualität und dem durchdachten Design. Farbige Laschen verhindern ein Verwechseln der Seiten beim Aufbau, man weiß stets wo was hingehört. Das anschliessende Raumgefühl ist groß: Dank fast senkrechter Wände hat man viel Kopffreiheit und kann sogar ohne Probleme aufrecht knien. Im liegen sorgt die untere Querverstrebung dafür, dass die Zeltwände vom Kopf weggehalten werden. 2 Ein- bzw. Ausgänge, jeweils einer Links und einer Rechts, bieten maximale Flexibilität. Ein ausreichend großer Bereich zwischen Innen- und Außenzelt kann als erweiterte, wettergeschützte Stellfläche genutzt werden.
Auf den ersten Blick wurden alle Erwartungen erfüllt – einzig der Packbeutel ist ein Manko. Zugegeben ein großes, denn Form und Aufbau absolut unpraktisch und unterm Strich eine Katastrophe.

Die Fotos.


Hinweis: Auch wenn hier ggf. ein anderer Eindruck entstehen mag, ich mache keine Werbung für die Herstellerfirma! Alles was hier steht spiegelt lediglich meine Erfahrung und meine Meinung wieder.

 

Fortsetzung folgt: Welcher Schlafsack soll es sein? Und: Wie schlägt sich die Ausrüstung im Outdooreinsatz?

Author: thorsten

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